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  • Jolanda Eichenberger

Etappe 27: Ruhpolding (653 M.ü.M) -Hochgernhaus (1‘460 M.ü.M.)

Distanz: 17,2 km

Höhenmeter: 1’568 Hm

Höchster Punkt: 1‘715 M.ü.M.

Schritte: 26‘218

Marschzeit: 7 3/4 h

Wetter: sonnig und heiss


Weil wieder heisses Wetter angesagt war und wir einen Aufstieg von über 1‘500 Höhenmetern zu bewältigen hatten, starteten wir kurz nach 6.00 Uhr. Anstelle eines Frühstücks hat uns der Zimmervermieter ein Lunchpaket zusammengestellt. Für Kaffee war gesorgt und dazu reichte die Zeit alleweil.


In Ruhpolding war es noch ziemlich ruhig.

Als wir das Dorf hinter uns liessen, ging es bald aufwärts.

Etwa um 8.00 Uhr stürzten wir uns auf unser Lunchpaket. Ich hatte soo Hunger!

Die beiden Almen unterwegs waren nicht bewirtschaftet und als wir auf unserem ersten Höhepunkt auf 1‘499 Höhenmetern standen, waren die Hälfte der Getränke leergetrunken und unser Weg war noch weit und beschwerlich. Langsam geriet ich in Panik, denn mein Wasserbedarf liegt bei dieser Hitze bei weit über 4 Litern pro Tag. Die Aussicht konnten wir trotzdem geniessen.

Nun wartete ein Abstieg von über 400 Metern. Auf der Karte waren Bäche eingezeichnet und meine Hoffnung war, dass wir so unser Wasserflaschen auffüllen konnten. Die ersten beiden Bäche waren auch ausgetrocknet. Ich sparte mein Wasser auf, merkte aber, dass es mir so nicht wirklich besser ging. Plötzlich sah ich auf unserem Weg ein Rinnsal. Hier muss doch irgendwo Wasser sein! 10 Meter später hörte ich es, ein leises Plätschern von einem Bergbach, den ich vor einer Stunde beim Universum bestellt hatte. Danke, Universum! Wir füllten unsere Flaschen und ich stillte meinen kurzfristigen Bedarf.

Kaum hatten wir 1‘100 Höhenmeter unterschritten, ging es wieder bergauf. Ein professioneller Jäger verwickelte uns in ein Gespräch und meinte, ob wir uns nicht einen kühleren Tag zum Wandern hätten aussuchen wollen. Klar! Er empfahl uns, auf der Bischofsalm eine Rast zu machen. Die junge Sennin mache einen sehr guten Job und alles, was sie anbietet, sei selbst gemacht.

Wir kraxelten die 200 Meter hinauf. Es war sehr steil. Oben angekommen wurden wir von einer jungen Frau mit ihrer Mami herzlich empfangen: „Ihr habt sicher Durst?“ Die Rhabarber-Shorley war ein Traum, genauso wie der eingelegte Käse. Eine ganze Stunde haben wir über dies und das andere geplaudert und zum Abschluss wurde uns ein Holunderbeerenlikör offeriert. Ja, so schaffen wir die letzten 400 Höhenmeter noch „locker“! Vielen Dank, ihr beiden charmanten Damen!

Es war sehr steil, und dann war es sehr steil und es schien nicht aufhören zu wollen.

Und plötzlich hatten wir den Übergang erreicht. Beim zurückschauen ist links oben die Hochfellnalm ersichtlich und unten ganz klein die Bischofsalm.


Auf der anderen Seite ist wieder der Chiemsee im Hintergrund zu erkennen und im Vordergrund der Abstieg, den wir zu nehmen hatten. Ein Blick zurück lohnt sich auch immer.

Nach der nächsten Kurve war unsere Unterkunft zu sehen. Das isotonische Getränk stand schnell bereit. Prost!

Da kein Netz, kein W-LAN und kein Fernseher vorhanden, hatten wir genügend Zeit, um in aller Ruhe Murmeltiere zu beobachten.



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Naturverbunden, respektvoll, begeisternd....

 

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