Über mich

Naturverbunden, respektvoll, begeisternd....

 

Read More

 

Join My Mailing List
  • LinkedIn Social Icon
  • Instagram
  • Facebook Social Icon

© 2023 by Going Places. Proudly created with Wix.com

Suche
  • Jolanda Eichenberger

Abschlussbericht

Aktualisiert: 8. Aug 2019

Von Wien nach Hause

Das Spende- und Wanderprojekt des Rotaryclubs Oberthurgau für das Jugendprojekt ROKJ gehört bereits der Vergangenheit an. Am 24. Juli 2019 bin ich am Abend in Schönholzerswilen angekommen. Das bedeutet


- 59 Tage unterwegs (10 Pausentage, 49 Etappen)

- 920,8 gelaufene Kilometer

- 36'056 überwundene Höhenmeter

- 276,5 Wanderstunden

- 1'574'612 Schritte


Die Etappen:

27. Mai 2019: Perchtoldsdorf - Mayerling

28. Mai 2019: Mayerling - Berndorf

29. Mai 2019: Pause in Berndorf

30. Mai 2019: Berndorf - Michelwirt bei Frohnberg

31. Mai 2019: Michelwirt - Edelweisshütte

1. Juni 2019: Edelweisshütte - Reichenau an der Rax

2. Juni 2019: Reichenau an der Rax - Altenberg an der Rax

3. Juni 2019: Altenberg an der Rax - Neuberg an der Mürz

4. Juni 2019: Pause in Neuburg an der Mürz

5. Juni 2019: Neuburg an der Mürz - Frein

6. Juni 2019: Frein - Mariazell

7. Juni 2019: Mariazell - Schutzhaus Vorderötscher

8. Juni 2019: Schutzhaus Vorderötscher - Lunz am See

9. Juni 2019: Lunz am See - Opponitz

10. Juni 2019: Opponitz - Waidhofen

11. Juni 2019: Pause in Waidhofen

12. Juni 2019: Waidhofen - Maria Neustift

13. Juni 2019: Maria Neustift - Kleinschönleiten

14. Juni 2019: Kleinschönleiten - Molln

15. Juni 2019: Molln - Steyrling

16. Juni 2019: Steyrling - Habernau

17. Juni 2019: Habernau - Ebensee

18. Juni 2019: Pause in Ebernsee

19. Juni 2019: Ebensee - Kienklause am Attersee

20. Juni 2019: Kienklause am Attersee - Weissenbach

21. Juni 2019: Weissenbach - St. Lorenz / Mondsee

22. Juni 2019: Mondsee - Faistenau

23. Juni 2019: Faistenau - Salzburg

24. Juni 2019: Pause in Salzburg

25. Juni 2019: Salzburg - Bad Reichenhall

26. Juni 2019: Bad Reichenhall - Inzell / Ruhpolding

27. Juni 2019: Ruhpolding - Hochgernhaus

28. Juni 2019: Hochgernhaus - Wössern

29. Juni 2019: Wössern - SonnenAlm

30. Juni 2019: SonnenAlm - Hochrieshütte

1. Juli 2019: Hochrieshütte - Brannenburg

2. Juli 2019: Pause in Brannenburg

3. Juli 2019: Brannenburg - Fischbachau

4. Juli 2019: Fischbachau - Tegernsee

5. Juli 2019: Pause am Tegernsee

6. Juli 2019: Pause am Tegernsee

7. Juli 2019: Tegernsee - Lenggries

8. Juli 2019: Lenggries - Tutzingerhütte

9. Juli 2019: Tutzingerhütte - Kochel am See

10. Juli 2019: Kochel am See - Eschenlohe

11. Juli 2019: Eschenlohe - Oberammergau

12. Juli 2019: Pause in Oberammergau

13. Juli 2019: Oberammergau - Linderhof

14. Juli 2019: Linderhof - Tegelberghaus

15. Juli 2019: Tegelberghaus - Pfronten

16. Juli 2019: Pfronten - Oberjoch

17. Juli 2019: Oberjoch - Sonthofen

18. Juli 2019: Pause in Sonthofen

19. Juli 2019: Sonthofen - Naturfreundehaus Kempten

20. Juli 2019: Naturfreundehaus Kempten - Steibis

21. Juli 2019: Steibis - Müselbach

22. Juli 2019: Müselbach - Wolfurt

23. Juli 2019: Wolfurt - Lindau / Romanshorn

24. Juli 2019: Romanshorn - Schönholzerswilen


Auf Grund des vielen Schnees musste ich die Route komplett umstellen und anstelle des Nordalpenwegs wechselte ich auf den Voralpenweg. Somit war ich in Österreich von Wien bis nach Salzburg und dann ab Bad Reichenhall bis vor Oberjoch in Deutschland unterwegs. Ab dort ging es weiter bis zum Bodensee nach Bregenz, am Ufer entlang nach Lochau um dann auf Deutschem Boden in Lindau ins Segelboot zu steigen und in die Schweiz nach Romanshorn zu fahren. Von Romanshorn ging ich weiter über das Schloss Hagenwil schlussendlich bis nach Hause.

WETTER

Schon zu Beginn der Wanderung hat es 2 Tage stark geregnet. Nicht nur die Kleider waren nass, sondern auch die Schuhe. Später wurde es dann so heiss, dass ich beim Aufstieg alle 50 Meter pausieren musste. Teilweise war es zwischen 32 und 35 Grad auf 1'500 Höhenmetern.


Der viele Schnee war schon sehr bald ein grosses Hindernis. Hütten hatten noch nicht geöffnet und waren auch nicht zu Fuss erreichbar. Schneefelder mussten überquert werden oder aber auch weiträumig umgangen werden. Und dann hatten wir einmal richtigen Hagel. Die Hagelkörner waren auch am anderen Tag noch zu sehen.




TIERE

Mit der Tierwelt hatte ich sehr aufregende Erlebnisse. Kröten, Feldhasen, Kaulquappen, Bergmolche, Murmeltiere, Rehe, Fische, Füchse, Eichhörnchen, Zecken, Mücken, Bremen, Schweine, Geissen, Hunde, Kühe usw. traf ich auf meinem Weg an. Wegen Blutegeln in einem Bergsee verzichtete ich auf ein kühlendes Bad. Schlangen kreuzten mehrfach meinen Weg. Oft habe ich diese erst im letzten Moment gesehen. Die grösste Schlange war weit über einen Meter lang. An einem regnerischen Tage hatte ich beispielsweise 70 Bergsalamander gezählt. Das aufregendste Erlebnis war jedoch die Begegnung mit den Steinböcken. Es war ein nebliger und regnerischer Tag und ich bewegte mich zwischen 1‘400 und 1‘700 Höhenmetern. Ein dumpfes Klopfen und ich schaue nach oben. Ein Tier von einer unglaublichen Majestätik, imposant und furchteinflössend, stand einige wenige Meter über mir. Als ich ein paar Schritte weiterging, entdeckte ich eine ganze Herde zu meiner Linken. Plötzlich sah ich ein weiteres Tier zu meiner Rechten, welches auf mich losrannte. In meinen Risikoüberlegungen hatte es viele Szenarien, die hätten vorfallen können, wenn ich alleine unterwegs bin. Dass ich von einem Steinbock überrannt werden könnte, daran hätte ich im Traum nicht gedacht. Das Tier rannte zwei/drei Meter an mir vorbei.




Die Zecken, Mücken und Bremen waren teilweise eine regelrechte Plage. Gerade im Aufstieg mit etwa vier Rossbremen, welche permanent um den Kopf kreisten, war es ziemlich mühsam. Die Zecken habe ich teilweise gesehen, bevor sie sich festklemmen konnten. Nach einem Tag mit diesen plagenden Viechern haben wir uns einen Mückenspray gekauft.


MENSCHEN

Viele schöne Begegnungen und Geschichten hatte ich in den Unterkünften miterlebt und vieles über die lokalen Bräuche erfahren. So weiss ich jetzt einiges über das Fliegenfischen oder das Stockschiessen und über den Brauch des Maibaums aufstellen und abräumen. Auf den Hütten wurde ich von Indern oder von Bulgaren überrascht, welche nicht nur die Hütte führten sondern auch noch den Kochlöffel schwangen.


Schöne Begegnungen gab es aber auch mit anderen Wandersleuten und Radfahrerinnen. Auf der Tutzingerhütte schien es, als gäbe es nur einen Wanderweg, denjenigen von München nach Venedig. Mir begegneten aber auch Pilgerer oder gegen den Schluss auch solche, die gerade von Bregenz in Richtung Salzburg aufgebrochen sind.



BERGWELT

Sehr berührt hat mich die Weitsicht und die Stille in den Bergen. Sonnenuntergänge, Kuhglocken, Vogelgezwitscher und Blätterrauschen oder auch einfach gar nichts. Erstaunt war ich jeweils, welche Strecken ein Mensch zurücklegen kann, wenn ich wieder einen rundum Ausblick geniessen konnte.






SEEN

Erstaunt war ich, wie viele Seen ich gesehen habe. Teilweise habe ich sie überquert, bin am Ufer entlanggewandert oder habe sie bei einer Pause auf dem Berggipfel bewundert.




GIPFEL

Auf dem Gipfel beim Kreuz zu stehen, ist glaube ich für jeden Wanderer ein besonderes Erlebnis. Ich habe lange nicht jedes Gipfelkreuz fotografiert. Es waren jedoch einige, an die ich mich gerne erinnere.





BEGLEITUNG und DANK

Auf allen schwarz eingefärbten Etappen hat mich Erwin, mein Lebenspartner, begleitet. Er hat mich bei der Suche von Routen und Unterkünften massgeblich unterstützt. Er hat meine Launen ausgehalten und mich motiviert, wenn ich einfach keine Lust mehr hatte oder ich keine Kraft oder Energie mehr hatte. Und er hat sich genervt, wenn ich am Abend unbedingt meinen Blog noch schreiben und Online stellen wollte.




Am 17. Juli begleiteten mich Fredy Oettli, Willy Nägeli und Fritz und Rico Zweifel einen Tag lang. Ich habe einiges von ihnen abverlangt und die Route war alles andere als ein Spaziergang. Ihnen gehört ein grosses Lob.


Und am letzten Tag, notabene der heisseste der ganzen Tour begleitete mich Sandra Egloff bis zur Haustür.




Für entsprechendes Medieninteresse sorgten meine Projekt-Gotti's und Rotarierinnen Brigitte Kaufmann und Gabi Badertscher. Sie gaben mir Tipps, verbreiteten meine Social-Media Posts und organisierten einen Empfang in Romanshorn. Dank dem Rotary-Club Oberthurgau werden die Spendengelder über eine Stiftung und durch Ralph Hausammann betreut. Rotarier Thomas Maron brachte mich verpflegt und sicher über den See.



Familie, Nachbarn und Freunde erwarteten mich zu Hause mit einem gemütlichen Abend. Ich hatte die Ehre, vom amtierenden und vom ehemaligen Gemeindepräsidenten von Schönholzerswilen empfangen zu werden.



Und dann ward ihr es, liebe Leserinnen und Leser, Spenderinnen und Spender, welche mich täglich angetrieben und motiviert habt. Nur so wurde das ganze Projekt ein Erfolg.


V I E L E N D A N K!!

93 Ansichten
This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now